Kurz: Schonkost heisst: leicht verdauliche Lebensmittel, schonend gegart, in kleineren Portionen über den Tag verteilt. Gemieden wird, was stark fettet, stark würzt oder bläht, bis Magen und Darm wieder ruhiger sind.
Was auf den Teller darf
Gedämpftes oder gedünstetes Gemüse wie Rüebli, Zucchetti, Fenchel oder Kürbis. Kartoffeln, Reis, Polenta, Hirse und Haferflocken. Mageres Fleisch, Fisch und Eier, gekocht statt gebraten. Reife Bananen, gekochte Äpfel als Kompott. Frische Kräuter statt scharfer Gewürze.
Was eine Weile wartet
Frittiertes und Paniertes, fette Saucen, scharfe Gewürze. Hülsenfrüchte, Kohl und Zwiebeln, weil sie blähen können. Rohkost in grossen Mengen. Kaffee, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke. Wie streng das sein muss, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
So wird es nicht fad
Der häufigste Fehler ist nicht ein falsches Lebensmittel, sondern fehlender Geschmack. Ein Risotto mit Kürbis und Salbei, eine klare Gemüsebouillon mit Hirse und Petersilie, ein Kartoffelstock mit Rüebli und etwas Butter: Das ist Schonkost, und niemand am Tisch merkt es.
Wann du nicht selbst weitermachst
Schonkost ersetzt keine Abklärung. Wenn Beschwerden länger dauern, wiederkommen, oder Blut, Fieber oder Gewichtsverlust dazukommen, gehört das zur Ärztin oder zum Arzt.
Häufige Fragen
Wie lange soll man Schonkost essen?
So lange, bis die Beschwerden abklingen, danach wird schrittweise wieder normal gegessen. Wie lange das ist, hängt vom Grund ab; das bespricht man am besten mit der Ärztin oder dem Arzt.
Ist Zwieback und Tee genug?
Für einen Tag vielleicht. Bei Durchfall oder Erbrechen ist vor allem genug Trinken wichtig, mit etwas Salz, zum Beispiel als Bouillon. Kleinkinder, ältere Menschen und Schwangere gehören früher zur Ärztin. Danach braucht der Körper wieder richtige Mahlzeiten mit Eiweiss und Gemüse, nur eben schonend zubereitet.