Kurz: Im entzündlichen Schub (Divertikulitis) wird nach ärztlicher Anweisung leicht und ballaststoffarm gegessen. In der ruhigen Zeit dazwischen ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit genug Flüssigkeit das Ziel, langsam aufgebaut.
Zwei Phasen, zwei Teller
| Situation | Was auf den Teller kommt |
|---|---|
| Im Schub | was die Ärztin anordnet, oft zuerst flüssig, dann leichte Schonkost: Bouillon, Kartoffeln, Reis, gekochtes Gemüse ohne Schale |
| Danach, langsam | schrittweise mehr Ballaststoffe: Haferflocken, Vollkorn, Gemüse, Obst |
| Im Alltag | ballaststoffreich, genug trinken, regelmässig bewegen |
Ballaststoffe langsam steigern
Wer von heute auf morgen viel Vollkorn und Hülsenfrüchte isst, hat oft Blähungen. Besser: jede Woche ein bisschen mehr, zum Beispiel zuerst Haferflocken am Morgen, dann Vollkornbrot, dann Linsen in der Suppe. Und dazu genug trinken.
Nüsse, Kerne und Beeren
Lange hiess es, Kerne und Nüsse seien bei Divertikeln verboten. Heute wird das meist nicht mehr so streng gesehen. Was du verträgst, besprichst du am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Wann sofort zur Ärztin
Starke Bauchschmerzen, meist links unten, Fieber oder Blut im Stuhl gehören sofort zur Ärztin oder zum Arzt. Ernährung ist hier nicht der erste Schritt.
Häufige Fragen
Was esse ich direkt nach einem Schub?
Zuerst leichte, ballaststoffarme Kost nach ärztlicher Anweisung, danach baut man langsam wieder auf. Schonkost-Rezepte findest du auf der Seite zur Schonkost.
Ist Divertikulose dasselbe wie Divertikulitis?
Nein. Divertikulose heisst, dass Ausstülpungen da sind. Divertikulitis heisst, dass sie entzündet sind. Ernährung und Vorgehen unterscheiden sich.